Neuigkeit

Weltoffenheit, Sozialkompetenz, Mut und Neugier als Wegweiser für das Gymnasium

Einschulungsfeierlichkeiten der Albert-Einstein-Schule für die neuen Fünftklässler

 

Die Albert-Einstein-Schule geht mit 163 Fünftklässlern, die sich auf sechs Klassen verteilen, in das neue Schuljahr. Im Rahmen einer großen Einschulungsfeier im Bürgerhaus in Bischofsheim wurden die "Neu-Einsteiner" am Dienstag herzlich begrüßt.

 

Schulleiter Claus Wörn dankte in seiner Begrüßungsrede für das Vertrauen der Eltern und führte aus, dass es an einer offenen und selbständigen Schule wie der AES eine moderne und zeitgemäße Lernkultur gebe, an der die individuelle Förderung einen ganz besonderen Stellenwert habe. Der Digitalpakt sei dabei von besonderer Bedeutung, in der AES sei aber eine entsprechende zeitgemäße Ausstattung dank der guten Zusammenarbeit mit dem MKK bereits seit vier Jahren Realität. Die Schule wolle die Schüler auf ein erfülltes Leben vorbereiten, dafür sorgen, dass sie - wie Einstein - sich lebenslang ihre Neugier bewahren. Wörn rief die Eltern dazu auf, den Computer-, Handy- und Fernsehkonsum der Kinder zu reduzieren und stattdessen vor allem das Lesen zu fördern. Gerade die Leser unter den Schülern hätten oft wenige Probleme mit dem Unterrichtsstoff und täten sich leicht bei der Erledigung der Hausaufgaben. Er verwies auf die von Eltern verwaltete Schulbibliothek und die Stadtteilbibliotheken in Maintal. „Hören Sie Ihren Kindern zu!“, riet Wörn den Eltern und regte an, Themen des Unterrichts zu Themen in der Familie zu machen. „Am liebsten würden wir den Kindern jeden Tag eine halbe Stunde Langeweile verordnen!“, sagte Wörn. Im Übrigen könnten ein Handy und Google nicht eigenes Denken und Verstehen ersetzen. Für die Fünfklässler habe man im Übrigen ein ganzes Stockwerk reserviert. "Habt offene Ohren und Augen! Seid neugierig!“, rief Wörn am Ende seiner Rede den neuen AES-Schülern zu.

Bürgermeisterin Monika Böttcher überbrachte die herzlichen Glückwünsche im Namen des Magistrats der Stadt Maintal. Böttcher sprach von einer guten Wahl, die die Eltern für ihre Kinder getroffen hätten: „An der AES finden Sie alles, was eine gute Schule ausmacht!“, führte sie aus. Die Vorzüge der Schule seien das sehr engagierte Lehrerkollegium, die Lage mitten im Grünen, die Vielfalt des Angebots und die technische Ausstattung. Die AES erziehe die Kinder zu „toleranten Weltbürgern, die offen sind und Sozialkompetenz besitzen“. Auch wenn die Stadt nicht der Schulträger sei, so habe die AES doch die volle Unterstützung der Stadt Maintal, die an einem starken Bildungsstandort sehr interessiert sei. Es gebe auch viele Berührungspunkte. So würde die Schule mit der Stadt beispielsweise in Sachen „Demokratie stärken“ zusammenarbeiten und bei der Organisation von Kunstausstellungen. Die Gäste des Schüleraustauschs der AES mit einer chinesischen Mittelschule würden regelmäßig im Rathaus empfangen. Überhaupt sollten bei dem Thema Erziehung alle zusammenwirken. Leidenschaftlich wandte sich die Bürgermeisterin gegen den sich ausbreitenden Hass und die Tendenz, den Bezug zum Grundgesetz zu verlieren. Maintal sei eine weltoffene Stadt, die von über 130 Nationalitäten geprägt werde. Schule und Stadt müssten für eine starke Gemeinschaft aus couragierten Bürgern zusammenarbeiten.

Manuela Lörke wandte sich in ihrer Eigenschaft als Vorsitzende des Schulelternbeirates direkt an die Eltern und verwies auf die Kompetenz der Lehrerschaft. „Die Lehrer an der AES, die ich kenne, machen sich alle sehr viele Gedanken. Vertrauen Sie der Arbeit der Lehrer, suchen Sie das Gespräch!“, rief Sie den Eltern zu und betonte, dass es sich lohne, sich in der Schule zu engagieren. Für die Schülerinnen und Schüler, so Lörke, gebe es am heutigen Tag der Einschulung ja keine Schultüte, der Elternbeirat habe aber für jede Klasse eine „Haribo-Box“ besorgt. Sie sprach von einem "spannenden Tag" und wünschte den Schülerinnen und Schülern einen guten Start.

Für den Verein der Freunde und Förderer der Albert-Einstein-Schule wünschte Dr. Irmgard Körber den neuen Einsteinschülern ebenfalls ein erfolgreiches Schuljahr, warb für eine Mitgliedschaft im Förderverein und rühmte das gute Schulklima. Der Förderverein hatte auch in diesem Jahr wieder für jede 5. Klasse eine Spielekiste mit Pausengeräten zusammengestellt. Außerdem stellte Dr. Körber einen Becher mit dem AES-Logo vor, den jeder Fünftklässler vom Förderverein erhalte. Auf diese Weise könne jeder Schüler eigenverantwortlich für die Umwelt einen Beitrag leisten.

Der Vertreterin des Personalrates der AES, Susanne Suckfüll, begrüßte die Anwesenden im Namen des Kollegiums und rief den Eltern ins Bewusstsein, dass die Eltern bei Problemen zu allererst immer das Gespräch mit dem jeweiligen Fachlehrer suchen sollten. Oft sei Gelassenheit ein besonders guter Ratgeber. Miteinander zu reden, sei immer die beste Lösung.

Der Schulsprecher der AES, Alexander Hohlhorst, versprach, dafür zu sorgen, dass sich die neuen Schülerinnen und Schüler an der AES wohlfühlen, und ermunterte sie zu einer Mitarbeit in der Schülervertretung. So seien die von der SV organisierten Fußball- und Volleyballturniere immer ein besonderes Highlight. Bei Problemen könne man sich immer an die Vertreter der SV wenden. Der Schulsprecher wünschte abschließend allen „Neu-Einsteinern“ viel Spaß an der Schule.

Die Stufenleiterin der fünften und sechsten Klassen, Claire Lambrecht, thematisierte in ihrem Beitrag mögliche Gefühle und Gedanken der neuen Einsteiner: Ungeduld, Vorfreude, vielleicht aber auch ein mulmiges Gefühl und viele Fragen. Sie wandte sich dann mit sehr persönlichen Worten an die Fünftklässler: „Ihr werdet auf all diese Fragen bald eine Antwort bekommen! Wie sie im Einzelnen ausfallen wird, kann man jetzt natürlich noch nicht genau sagen. Aber wenn ihr offen und freundlich auf die Menschen zugeht, wenn ihr euch bemüht, euer Bestes zu geben, wenn ihr euch nicht gleich von möglichen Rückschlägen entmutigen lasst, sondern positiv und engagiert an die Dinge rangeht und sagt, ,Mensch, das kriege ich schon hin!´, dann habt ihr mit Sicherheit eine gute Zeit auf der Albert-Einstein-Schule. Denn wir als Schule wollen genau das: dass ihr euch bei uns wohlfühlt. Und wir werden alles tun, was wir tun können, um euch dabei zu unterstützen.“

Am Ende der Veranstaltung teilte die Stufenleiterin die neuen Mädchen und Jungen in sechs Lerngruppen ein, die sich dann mit ihren Klassenlehrerinnen und -lehrern Sascha Neumann, Jil Behr, Susanne Suckfüll, Katharina Traber, Andreas Vennen, der Romy Biele vertrat, und Dr. Matthias Merkl in Richtung Schule aufmachten, um ihre erste Unterrichtsstunde im Gymnasium zu absolvieren. Parallel dazu hatte der Förderverein für die Eltern einen Imbiss im Atrium der Schule vorbereitet. Der erste Schultag endete für die neuen "Einsteiner" gegen 13.15 Uhr.

Musikalisch umrahmt wurde die Einschulungsfeier von der Klasse 6b, die – unter der bewährten Leitung von Fabian Galler - ihre Fähigkeiten als Flötenensemble unter Beweis stellte.

Für Begeisterung sorgte auch die Tanz-AG unter der Leitung von Nicole Giersbeck, die mit verschiedenen Tanzeinlagen eine „Reise durch die Schulzeit“ von der Einschulungsfeier bis zum Abitur unternahm. Hier wurde vom Quickstepp, Tango und Cha-Cha-Cha bis zum Jive ein breites Repertoire dargeboten, das die Zuschauer zum rhythmischen Mitklatschen animierte.

Der Tag der Einschulung in die AES hatte bereits am frühen Vormittag mit einer Einladung zu einem ökumenischen Gottesdienst in die evangelische Kirche in Bischofsheim begonnen. Viele Kinder und ihre Familien kamen dieser Einladung nach. Der Gottesdienst stand unter dem Thema „„Wir knüpfen aneinander an, wir knüpfen aufeinander zu, wir knüpfen miteinander, Shalom, ein Friedensnetz!“ Die Pfarrerin Schulmeyer (evangelische Kirche) und Pfarrer Klüh (katholische Kirche) unterstützten die Religionslehrerinnen und -lehrer Pia und Sarah Lachmund sowie Renate und Martin Kiel, die den Gottesdienst organisiert hatten. Der große Tag war bereits in der Projektwoche vorbereitet worden: Für alle Neu-Einsteiner, die den Gottesdienst besuchten, gab es selbstgebastelte Friedensnetze mit den Symbolen Herz, Anker, Segelboot, Leuchtturm, Stern, Kreuz, Taube und Fisch. Später begab sich das "Boot der Klassengemeinschaft" auf Fahrt und die Schülerinnen und Schüler warfen Ballast von Bord, den sie am 1. Schultag in der AES nicht brauchen können: Mobbing, Neid, Hass, Faulheit... und in das Boot wurden nun Pakete mit Eigenschaften geladen, die die Klassengemeinschaft fördern, wie Freundlichkeit, Zuverlässigkeit, Freundschaft, Hilfsbereitschaft, Pünktlichkeit... Diese Pakete wurden dann an die stellvertretende Schulleiterin Katharina Schmitt, die ein Grußwort der Schulleitung an die Kirchenbesucher gerichtet hatte, an die Stufenleiterin Claire Lambrecht und die neuen Klassenlehrer übergeben. Am Ende wurde bei dem Lied "Friedensnetz" ein Netz über alle Bänke im Mittelschiff der Kirche geknüpft. Der Jugendchor Young Voices unter der Leitung von Andrea Tetens umrahmte das Programm musikalisch und bewegte die Besucher sichtlich. Die Texte, Lieder und Segensworte sollten den Fünftklässlern Mut zusprechen in der Gewissheit, dass sie auf ihren neuen Wegen nicht allein sind.

Bernhard Siever

 

Bilder von der Aufnahmefeier für die neuen fünften Klassen