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Pi – Wettbewerb in den 8. Klassen der AES

Am Donnerstag, dem 13.06.2019, fand in den frühen Morgenstunden der Pi-Wettbewerb in den 8. Klassen der Albert-Einstein-Schule statt. Es nahmen insgesamt 8 Schülerinnen und Schüler aus diesem Jahrgang teil. Aber worum ging es da eigentlich?

Hierzu einige Vorbemerkungen zu einer bemerkenswerten Zahl aus der Mathematik. Nehmen Sie an, sie haben einen Kreis vor sich und bestimmen den Umfang des Kreises und den Durchmesser. Nun kommt das Erstaunliche: Völlig egal, wie groß Sie Ihren Kreis wählen oder wie groß irgendjemand sonst im Universum seinen Kreis wählt, der Durchmesser passt immer gleich oft in den Umfang hinein, nämlich immer etwas mehr als dreimal.

Sollten Sie etwas genauer messen, so stellen Sie fest, dass er etwa 3,14mal hineinpasst. Aber so ganz genau ist das immer noch nicht. Wenn man es ganz genau wissen will (und das wollen Mathematiker immer), dann stellt man fest, dass diese Zahl niemals hinter dem Komma endet. Mehr noch, es gibt auch keine Stelle hinter dem Komma, ab der sich eine bestimmte Ziffernfolge ständig wiederholt. Es ist also niemals möglich, diese Zahl komplett aufzuschreiben. Um die Zahl dennoch benutzen zu können, verwendet man hierfür ein Symbol, welches für die gesamte Zahl steht, nämlich den griechischen Buchstaben π. Dies entspricht einfach dem Buchstaben p in unserem Alphabet und bezeichnet den Anfangsbuchstaben des griechischen Worts für Umfang, nämlich perimetros (περίμετρος).

Zurück zu unserem Wettbewerb. Es ging nun darum, welche Schülerin bzw. welcher Schüler die meisten Stellen von π auswendig vortragen kann. Hier konnte man wählen, ob man diese Stellen aufsagen oder an der Tafel aufschreiben möchte. Überprüft wurden diese Stellen von Frau Möller, Herrn Kabilka und Herrn Hiesberger, die alle im Jahrgang 8 Mathematik unterrichten. Alle Schülerinnen und Schüler entschieden sich für die Variante, die Stellen aufzuschreiben. Sobald eine Ziffer falsch geschrieben wurde (gewartet wurde immer bis zur nachfolgenden Ziffer), wurde unterbrochen und die Anzahl der korrekten Stellen notiert. Auch, wenn sicher viele Stellen gelernt wurden, sorgte bei manchen die Nervosität für vorzeitige Fehler, aber am Ende hatten wir doch ein absolut respektables Ergebnis:

Alexandra Monschau aus der Klasse 8E brachte es auf sehr gute 40 Stellen, somit erreicht sie am Ende Platz 3. Mit großartigen 77 Stellen wurde My Ky Bui aus der 8D Zweite. Der klare Sieg jedoch ging an Tim Bernhardt aus der Klasse 8E, er schaffte es fehlerfrei, unglaubliche 320 Nachkommastellen an die Tafel zu bringen. Für diese tolle Leistung erhielt Tim als Preis einen Kinogutschein über 25€. Wir gratulieren Tim, aber auch ausdrücklich allen anderen Mitstreiterinnen und Mitstreitern, zu den Leistungen in diesem Wettbewerb! Die Durchführung hat uns allen so viel Spaß gemacht, dass wir überlegen, diesen Wettbewerb in den 8. Klassen in jedem Schuljahr durchzuführen, vorzugsweise, wenn dies möglich ist, am internationalen Pi-Day 14. März (3 14). Besonders passend ist hierbei, dass auch der Namensgeber unserer Schule an diesem Tag Geburtstag hat.

 

M. Hiesberger