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„C´était trop beau!“ Baguettes statt Fähnchen zur Begrüßung am Bahnhof von Lyon

Mit einer sehr witzigen Geste begrüßten uns die französischen Freunde bei unserer Ankunft in Lyon, und so manches mulmige Gefühl in der Magengegend wich augenblicklich einem Lächeln, als wir von fröhlich wedelnden Baguettes begrüßt wurden!

Für die kommenden 8 Tage waren AES Schüler der Klassen 8 zu Gast bei ihren Austauschschülern in Lyon und haben die Besonderheiten und Geschichte der drittgrößten Stadt Frankreichs von den Anfängen der Römer über die Seidenwebertradition bis in die Moderne erlebt. Eine Stadtrallye führte uns durch die „traboules“ von Lyon, im Seidenwebermuseum erklärte man uns die Webstühle und das einfache Leben der Weber im 19.Jahrhundert. „Guignol“, die Marionette eines Barbiers, die beim schmerzhaften Zähneziehen ablenken sollte, grüßte uns von vielen Karten und Schaufensterscheiben der Altstadt. Ebenso fasziniert waren wir aber auch von der Vielfalt der Käsesorten auf dem Markt, den Quenelles de Lyon und den köstlichen „Palulines“, einer Brioche-Spezialität mit rosa Bonbons. Auf dem großen Place Bellecour begegnete uns Louis XIV ebenso wie der kleine Prinz von Saint-Exupéry, einem berühmten Sohn der Stadt Lyon. Unsere 8-Klässler erlebten auch einen langen Schultag der Franzosen, wechselten mit ihren Austauschpartnern vom Deutschraum in den Mathe- oder Geschichteraum, bis sich am Ende des Tages die Schultore wieder öffneten. Ein Highlight war sicher der Ausflug in das neue Musée des Confluences, einem sehr modernen Weltkundemuseum am Zusammenfluss der Rhone und Saône im Süden der Stadt. Die Krönung aber war der abschließende Besuch in der Miniaturwelt am Ende unseres Programms.  Hier freuten wir uns, Gebäude und Plätze der Stadt im Kleinen wiederzuerkennen, die uns vor 10 Tagen noch völlig fremd gewesen wären. Wenn jemand eine Reise tut, kann er viel dazulernen und erzählen…