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Politische und ökonomische Zusammenhänge im Planspiel erfahren

Das „UN-Vollversammlungsgebäude“ liegt in der Jugendherberge Gemünd-Vogelsang in der Eifel, die „Regierungschefin von Russland“ kommt aus der Hohen Landesschule in Hanau, und die „UN-Generalsekretäre“ stammen aus Maintal.

Was nach verkehrter Welt klingt, ist in Wirklichkeit das Planspiel „Politik und internationale Sicherheit“ (Pol&iS), das die Jugendoffiziere der Bundeswehr mit 44 Schülerinnen und Schülern der Albert-Einstein-Schule Maintal und der Hohen Landesschule Hanau vom 12. bis 14. Juli 2022 in Gemünden-Vogelsang durchführten.

Die Schüler mussten als Regierungschef, Staats- oder Wirtschaftsminister einer Weltregion auf aktuelle oder fiktive Nachrichten reagieren. Die Bevölkerung will mit Gütern versorgt sein, der Müll will entsorgt, die Umweltpolitik geplant und der Frieden gesichert werden. So lauteten die zu bewältigenden Aufgaben.

Von der AES waren – gemäß den Vorgaben zur Kurswahl – die beiden Leistungskurse der Q2 von Herrn Neumann und Frau Bingel aktiv dabei.

Das Ziel von Pol&iS ist, Wissen über politische und wirtschaftliche Verhältnisse in den unterschiedlichen Weltregionen zu vermitteln, sagt Luftwaffen-Hauptmann Kurt Stiller, Jugendoffizier aus Frankfurt am Main. Er hat zusammen mit Hauptmann Jens Mattheis und Kapitänleutnant Daniel Meier das Planspiel durchgeführt.

„Pol&iS hat mir großen Spaß gemacht, weil man voll in seiner Rolle aufgehen und viel Kreativität einbringen kann. Das Feedback der Jugendoffiziere zu Rhetorik und Körpersprache bringt mich auch persönlich weiter.“ Diese und ähnliche Rückmeldungen gab es von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die aber auch fanden, dass das Arbeitspensum während des Planspiels erheblich ist. Die Sitzungen gingen von 8:30 Uhr morgens bis abends 19:30 Uhr.

Alle empfanden es als angenehm, dass keine Werbung für die Bundeswehr gemacht wurde. Generell wurden kriegerische Lösungsansätze von den Jugendoffizieren sehr kritisch gesehen, weil sie ja auch die ersten wären, die darunter leiden würden. Das wiederum war für die Schülerinnen und Schüler beruhigend. Viele von ihnen sind nun auch vor der Qualität der politischen Bildung bei der Bundeswehr überzeugt.

Am Ende der drei Planspieltage haben die Schüler zwar nicht alle politischen und ökonomischen Probleme lösen können, sind aber deutlich weiter gekommen bei der friedlichen Lösung von internationalen Konflikten, so empfanden es zumindest die bei allen Meetings als Beobachter zugelassenen Lehrkräfte. 

Foto: Paul Heinrich, Q2 (Drohnenaufnahme)