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Einhornglitzerstaub, süßigkeitenvoll und engelsgleiche Holzbalken:

Der erste Reli-Slam an der AES

Ein Poetry Slam unter Coronabedingungen? Was? Wie soll das denn gehen? Hast du das Hygienekonzept 6.0 (Anlage für den Musikunterricht) gesehen? Arbeit mit Mikrofon im Unterricht geht nicht! – Der Preacher Slam in Hamburg, an dem wir zur Inspiration online teilnehmen wollen, abgesagt. Slammer in den Unterricht einladen, geht nicht. Wegen der verschärften Maßnahmen ist ein feierlicher Slam in der Kirche zum Abschluss sowieso nicht möglich.

Allen widrigen Umständen zum Trotz hat sich der Ev. Reli-Kurs 9 davon nicht abhalten lassen. Die Schüler und Schülerinnen haben zur Inspiration einen eigenen YouTube-Slam veranstaltet, die Übung „Synonym-Battle“ z. B. klappt auch im Wechselmodell und die Performance kann man auch prima in Videokonferenzen proben. Der Lockdown-light hat viel Zeit für die Arbeit an den Texten zum Thema „Die Frage nach Gott“ geschenkt.   

In der letzten Schulwoche dann der Reli-Slam. Die Hälfte des Kurses im Raum, die andere von zuhause zugeschaltet. 6 Schülerinnen und Schüler treten mit einzigartigen, selbstverfassten Slam-Texten gegeneinander an. Irgendwann ist es egal, ob wir dem Slammer lauschen, der von zuhause performt, oder der Slammerin Beifall klatschen, die im Klassenzimmer sitzt. Die Siegerin, wie könnte es anders sein, bekommt ein Mikrofon.

Der erste Reli-Slam an der AES. Mein persönliches Highlight in diesem Schuljahr, in dem so wunderbare Wortschöpfungen wie „Einhornglitzerstaub“, „süßigkeitenvoll“ und „engelsgleiche Holzbalken“ entstanden sind.

Eva Förster-Geiss