| China-Austausch Mai 2010 |
|
Chengdu, Xian und Peking in 16 Tagen 12 Schüler der AES Maintal besuchen im Rahmen eines Austauschprogramms China
Am Freitag, den 14. Mai ist es soweit: 12 Schülerinnen und Schüler der Albert-Einstein-Schule in Maintal brechen in Begleitung ihres Chinakunde-Lehrers Bernhard Siever und seiner Kollegin Claire Lambrecht nach China auf. Sie werden auf ihrer Reise der Hauptstadt der Provinz Sichuan, Chengdu, dem Ausgangspunkt der Seidenstraße, Xian, und ...
... der chinesischen Hauptstadt Peking einen Besuch abstatten und sicherlich mit vielfältigen Eindrücken am 30. Mai nach Maintal zurückkehren. Das Austauschprogramm wird auch vom Auswärtigen Amt unterstützt, das 2008 in Zusammenarbeit mit der Zentrale für das Auslandsschulwesen, dem Goethe-Institut, dem Deutschen Akademischen Austauschdienst und der Kulturministerkonferenz die Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ ins Leben gerufen hat.
Das Kollegium der Zongbei Middle School in Chengdu, Sichuan Provinz Die Schüler und Schülerinnen, 9 Mädchen und 3 Jungen der 9. und 10. Jahrgangsstufe, sind gut vorbereitet. Seit knapp einem Jahr lernen sie in einem kombinierten Kurs Mandarin bei Lin Dattner, einer versierten Chinesischlehrerin, und erfahren einiges über die Kultur und Geschichte des „Reichs der Mitte“ und das moderne China bei Bernhard Siever, der selbst 22 Jahre in Asien gelebt hat und seit August 2008 an der AES Deutsch und bilinguale Geschichte unterrichtet. Siever war es dann auch, der eine Schulpartnerschaft mit der Zongbei Mittelschule in Chengdu ins Leben gerufen hat und dieser Schule bereits im letzten Jahr zusammen mit dem Schulleiter der AES, Frank Maier, einen Vorbereitungsbesuch abgestattet hat.
Verhandlungen mit der Zongbei Middle School in Chengdu im Mai 2009
In der ersten Woche ihres Aufenthaltes in China werden die Schüler in chinesischen Gastfamilien wohnen und am Unterricht der chinesischen Partnerschüler teilnehmen. Neben den regulären Unterrichtsstunden stehen auch Kurse in Kung Fu und Kalligraphie und Tischtennis- und Basketballspiele auf dem Programm. Im Rahmen eines umfangreichen Besichtigungsprogramms sind unter anderem Besuche in einem der zahlreichen Teehäuser und –gärten sowie Ausflüge in die Panda-Aufzuchtstation und nach Leshan, wo sich die größte Buddhastatue der Welt befindet, geplant. Natürlich werden die Schüler und Lehrer sich auch den ganz besonderen kulinarischen Genüssen dieser Provinz zuwenden.
Das scharfe Sichuan-Essen ist weltberühmt und von einer faszinierenden Vielfalt. Einen „Vorgeschmack“ im wahrsten Sinne des Wortes bekamen die Teilnehmer des Chinakundekurs bereits vor wenigen Tagen bei dem Besuch eines authentischen kleinen Sichuan-Restaurants im Frankfurter Bahnhofsviertel, bei dem mit Chili in keinster Weise gegeizt wurde.
Im Anschluss an ihrem Aufenthalt in Sichuan wird die Gruppe nach Xian fliegen und dort unter anderem die gut erhaltene Stadtmauer und die Ausgrabungsstätte der Terrakotta-Armee besuchen. Mit dem Nachtzug wird es dann auf einer 12stündigen Eisenbahnfahrt nach Peking gehen, wo die Teilnehmer Gelegenheit haben werden, die Große Mauer, die Minggräber, die Verbotene Stadt, den Sommerpalast, den Himmelstempel, aber auch moderne Architektur wie zum Beispiel das Olympiastadion zu besichtigen. Siever, der hier in den neunziger Jahren sechs Jahre lang gelebt und an der Deutschen Botschaftsschule in Peking unterrichtet hat, wird den Schülern auch Einblicke in die weniger bekannten Seiten Pekings vermitteln können. Die Reise bietet den Teilnehmern die einmalige Chance, das aufstrebende China aus einer Innenansicht kennenzulernen. Das Ziel des Austauschs ist es, mehr Verständnis für die jeweiligen Sichtweisen und kulturellen Besonderheiten zu entwickeln und die Ausschließlichkeit des eigenen Standpunkts auch einmal zu hinterfragen. Gleichzeitig ist diese Fahrt sicherlich auch eine Herausforderung, da die Intensität der Erfahrungen sehr komplex sein wird. Eines ist aber schon jetzt klar: Wenn die Mitglieder der Gruppe am 30. Mai nach Deutschland zurückkehren, werden sie in ihrem Gepäck nicht nur Maobibeln und andere Souvenirs mitbringen, sondern vor allem viele, viele Geschichten aus einem Land, das in seiner Faszination und seiner Widersprüchlichkeit noch jeden Besucher gefangen genommen hat. Bernhard Siever
Kulinarische Vorbereitung: In einem Sichuan-Restaurant im Frankfurter Bahnhofsviertel testen die Chinakurs-Teilnehmer ihre Fähigkeiten mit Stäbchen zu essen und die scharfen Speisen zu bewältigen. Sie werden von ihrer Mandarin-Lehrerin Dattner und ihrem Chinakunde-Lehrer Siever begleitet. Auf dem Bild zu sehen sind (von links nach rechts, sitzend): Franziska Betz, Meike Kreuter, Jo-Sophie Frank, Franziska Fritzsche, Malte Terzer, Guilio Politano, Larissa Gronych, Eva Franziska Streng, Philipp Ma, Claudia Loelkes, Anna Hanskötter, Janina Herbert, Bernhard Siever (von links nach rechts, stehend:) Tobias Becker, Lin Dattner, Julia Betz. |







China - Austausch